1978
Übersetzung
Thomas
Weiler

 

geboren 1978 im Schwarzwald

 

nach sozialem Friedensdienst in Minsk Übersetzerstudium (Russisch, Polnisch) in Leipzig, St. Petersburg und Berlin, 2010 Gründung von probabel e.V. und Initiierung von literabel.de

seit 2007 freier Übersetzer aus dem Russischen, Polnischen und Belarussischen, lebt in Leipzig

Übersetzungen aus dem Belarussischen, Russischen und Polnischen, landes- und literaturkundliche Beiträge sowie Rezensionen für diverse Zeitschriften, Anthologien und Internet-Portale, Nachdichtungen u.a. für Lyrikline, Reviews der belarussischen Kulturzeitschriften ARCHE und Dziejasłoŭ für Eurozine, Mitherausgeber des Belarussisch-Deutschen Wörterbuchs (Vyd. Z. Kołasa 2010), des Belarus-Dossiers in Literatur und Kritik (März 2012) und des Bandes PARTISANEN. Kultur_Macht_Belarus (edition.fotoTAPETA 2014), Mitglied im Verband der Literaturübersetzer VdÜ

 

Teilnahme an Übersetzerwerkstätten in Regensburg, Leipzig, Wiesbaden, Straelen, Berlin, Warschau und Minsk

Alumnus der Studienstiftung des deutschen Volkes und des DAAD

 

Kontakt: thweileratposteo [dot] de

 

Interview Faust-Kultur 2014

Interview Börsenblatt

Interview Goethe Institut

Video: Interview Leipziger Buchmesse 2012

 

Welchen deutschsprachigen Autor hätten Sie gern ins Deutsche übersetzt, wenn er nicht schon Deutsch schriebe?

Peter Bichsel. Seine Kindergeschichten vor allem und „Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen“. Und an der Lyrik Ror Wolfs und Christian Morgensterns wäre ich gerne gescheitert.

 

 

Woran verzweifeln Sie beim Übersetzen aus dem Belarussischen?

Gleichermaßen reiz- und verhängnisvoll finde ich Passagen, in denen Figuren nicht Belarussisch sprechen, sondern Trasianka, ein Gemisch aus Russisch und Belarussisch. Dies kann ganz unterschiedlich motiviert sein. Mal sollen die Sprecher als ungebildet, übertrieben russophil oder systemhörig charakterisiert werden, mal wird die Trasianka scherzhaft und ironisierend eingesetzt. Jedes Mal darf von Neuem darüber gebrütet werden, welche Sprache die betreffende Figur in der Übersetzung sprechen könnte.

 

 

Sie übersetzen belarussische Literatur. Und wovon leben Sie?

Tatsächlich vom Übersetzen. Aber natürlich nicht von der Belletristik allein. Übersetzungen geisteswissenschaftlicher und publizistischer Texte sind eine willkommene Ergänzung, die zusätzlichen Standbeine Russisch und Polnisch unverzichtbar. Und es bleibt die Hoffnung auf das bedingungslose Grundeinkommen.