1981
Lyrik
Valžyna
Mort
Вальжына Морт

Valžyna Mort fand über die Musik zur Lyrik. Erlebt man sie beim Vortrag ihrer Gedichte, wird das musikalische Moment ihrer Dichtung greifbar. Aber auch die Verse selbst atmen Musik, nicht nur in Titeln wie Opera oder Heuschreckenmusik. Nicht um den Wohlklang ist es ihr zu tun, eher um den Rhythmus. "Sprache bei Valžyna Mort, das ist ein wildes Tier, das sich der Dichterin von selbst auf den Schoß setzt, ihr zutraulich aus der Hand frisst - und mit dem sie anstellen kann, was sie will." (die horen)


Im Nachwort zu ihrem Gedichtband Tränenfabrik schreibt sie: „Anstatt ihren natürlichen Platz als Sprache einzunehmen, will die weißrussische Sprache den Platz der Musik besetzen, die ich niemals zu beherrschen vermochte. Sie wird zur gehorsamen Musik, die einen Schritt, ein Wort, eine Note im voraus weiß, was ich suche“.